Assessments

Neben Beobachtungsscreenings der Motorik und z.B. der visuellen und auditiven Wahrnehmungsverarbeitung führen wir ebenfalls standardisierte Testverfahren (Entwicklungsdiagnostik) durch.

Fertigkeiten eines Kindes werden beobachtet und getestet, um den Entwicklungsstand benennen zu können. Zu den Fertigkeiten gehören seine Körpermotorik, Körperbewusstsein, Fein- und Grobmotorik, Sprachentwicklung, kognitive Entwicklung, soziale und emotionale Kompetenz sowie seine Entwicklung der Selbständigkeit.

Folgende Beobachtungsscreenings gehören zu unserem Praxisalltag:

Folgende standardisierte Testverfahren wenden wir an:

Das Canadian Occupational Performance Measure (COPM) ist ein individuell einzusetztendes Messinstrument für den ergotherapeutischen Gebrauch. Es stellt Veränderungen fest, die Klienten bezüglich ihrer Probleme in der Betätigungsperformanz im Laufe der Zeit wahrnehmen. Das COPM a-kids ist ein adaptierter Erhebungsbogen für Kinder. Es geht darum, Betätigungsbedürfnisse des Kindes/der Eltern zu erkennen. Im Fokus stehen Alltagsfähigkeiten aus den Bereichen der Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit. In einem Interview werden Fragen zu den drei Alltagstätigkeitsbereichen gestellt.

Selbstversorgung:
  • eigene körperliche Versorgung (Schleife binden, sich anziehen, Zähne putzen ...)
  • Aktivitäten der täglichen Routine (einschlafen/zu Bett gehen, im Auto mitfahren, Zimmer aufräumen ...)
Produktivität:
  • Kindergarten/Schule (aufmerksam sein, malen, Schulaufgaben erledigen)
  • Spiel (Brettspiele, Puzzle und z.B. Roller fahren ...)
Freizeit:
  • ruhige Erholung (malen, spielen, basteln ...)
  • aktive Freizeit (Sport)
  • soziales Leben (Umgang mit anderen Kindern, Freunde finden)

Pädiatrisches

Ergotherapeutisches

Assessment und

Prozessinstrument

PEAP ist ein klientenzentriertes, befähigungsorientiertes Befundinstrument. Mit dem standardisierten Assessment können alterstypische Befähigungen erfasst werden. PEAP beruht auf der Selbsteinschätzung des Kindes, der Einschätzung seiner Eltern und Erzieher/Lehrer sowie der Fremdeinschätzung der Ergotherapeutin. Es verbessert den Informationsfluss und dient als Grundlage für Evaluation und wissenschaftliches Arbeiten.
Frostigs Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung - 2

Der FEW-2 ist die deutsche Bearbeitung des Developmental Test of Visual Perception 2 (DTVP-2), der seit über 10 Jahren in der Therapie und Rehabilitation von Kindern mit Entwicklungsstörungen einen festen Platz hat. Der FEW-2 steht in der Tradition des Frostigs Entwicklungstests der visuellen Wahrnehmung, hat aber bedeutsame konzeptionelle Mängel und methodische Schwierigkeiten des FEW überwunden.

Insbesondere die explizite Trennung in motorikfreie (motorikreduzierte) und motorikabhängige Anteile erlaubt eine differenzierte Beurteilung der kindlichen Entwicklung zur visuellen Wahrnehmung mit Hilfe von insgesamt
8 Subtests:

  1. Auge-Hand-Koordination,
  2. Lage im Raum,
  3. Abzeichnen,
  4. Figur-Grund,
  5. Räumliche Beziehungen,
  6. Gestaltschließen,
  7. Visuo-motorische Geschwindigkeit,
  8. Formkonstanz.

Jeder der acht Subtests misst einen Typ visueller Wahrnehmungsfähigkeit – klassifizierbar als Lage im Raum, Formkonstanz, räumliche Beziehungen oder Figur-Grund. Das Testmaterial wurde – soweit möglich – für den deutschen Sprachraum übernommen und teilweise an den deutschen Sprachgebrauch angepasst bzw. präzisiert und erweitert. Allerdings wurden entsprechend der berechneten Schwierigkeitsindizes die Itemreihenfolgen der amerikanischen Originalversion teilweise verändert; das Layout und die Bewertungsrichtlinien einiger Subtests wurden z.T. etwas modifiziert.

ids-P | Intelligence and Development Scales - Preschool

Die ids-P liefern für Kinder von drei bis fünf Jahren einen Intelligenzwert sowie eine Entwicklungsprofilanalyse in fünf Funktionsbereichen:

  • Kognition
  • Psychomotorik
  • soziale/emotionale Kompetenz
  • Denken - Logisch/Mathematisch
  • Denken - Sprache

Zusätzlich können Informationen zum Umgang mit der Testsituation gewonnen werden. Die ids-P eignen sich für dias gesamte Spektrum der Entwicklungs- Leistungsdiagnostik, für die Kindergarten- bzw. Schuleingangsdiagnostik sowie für den klinischen Bereich.

ids | Intelligence and Development Scales

Als erstes Testverfahren liefern die Intelligence and Development Scales (ids) für Kinder von 5 bis 10 Jahren einen Intelligenzwert wie auch eine umfassende Entwicklungsprofilanalyse in folgenden Funktionsbereichen:

  • Kognition
  • Psychomotorik
  • soziale/emotionale Kompetenz
  • Mathematik
  • Sprache und Leistungsmotivation

Im Fokus steht die Dynamik bereichsspezifischer Stärken und Schwächen des Kindes. Diese werden sowohl zum individuellen Entwicklungsprofil als auch zu jenem der Altersgruppe in Beziehung gestellt. Die ids eignen sich für das gesamt Spektrum der Entwicklungs- und Leistungsdiagnostik, für die Schuleingangsdiagnostik sowie für den klinischen Bereich

Der Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder (HAWIK) ist ein Intelligenztest für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren. Er geht auf das Intelligenzkonzept von David Wechsler zurück und gehört zu den am häufigsten angewendeten Intelligenztests bei Kindern weltweit. Der HAWIK ist eine deutsche Adaptation der Wechsler Intelligence Scale for Children (WISC).

Im HAWIK IV werden folgende fünf Intelligenzwerte erhoben:
  • Sprachverständnis
  • wahrnehmungsgebundenes logisches Denken
  • Arbeitsgedächtnis
  • Verarbeitungsgeschwindigkeit
  • Gesamt-IQ
Anwendungsbereiche:
  • Beurteilung der allgemeinen kognitiven Funktionsweisen
  • intellektuelle Hochbegabung oder Intelligenzminderung diagnostizieren
  • individuelle Stärken und Schwächen feststellen
Besondere Merkmale des Händigkeitsprofils schließen ein:
  • Berücksichtigung von komplexen und relevanten Kontextfaktoren
  • Vielseitige Erfassung unterschiedlicher Händigkeitsdimensionen (Anamnese, Präferenz, Leistung, Überkreuzen der Körpermitte, bimanuelle Bewegungsabläufe, Beobachtung und Bewertung der Qualität von Handlungen und Bewegungen)
  • Bewertung motorischer Leistung auf quantitativer und qualitativer Ebene unter unterschiedlichen Voraussetzungen (ein- und beidhändig, geübt und ungeübt)
  • grafische Übersicht der quantitativen Daten
  • differenzierte Systematik für die Zusammenführung der vielseitigen Informationen, um eine fundierte Entscheidungsfindung zu unterstützen

Eine umfassende, differenzierte therapeutische Diagnostik erörtert die Ursachen des wechselnden Handgebrauchs; unterstützt den Entscheidungsprozess bei der Feststellung einer Links- oder Rechtshändigkeit und legt somit den Grundstein für eine effektive und effiziente Therapie und weiterführende Empfehlungen.

Movement Assessment Battery for Children - Second Edition

Deutsche Bearbeitung hrsg. von F. Petermann unter Mitarbeit von K. Bös / J. Kastner
4. Überarbeitete und erweiterte Auflage

Einsatzbereich

Die Movement ABC-2 ist ein Testverfahren, mit dem sich das kindliche Leistungsvermögen in verschiedneen motorischen Bereichen überprüfen lässt. Es stehen dabei drei verschiedene Testbatterien zur Verfügung: Altersgruppe 1 (3;0 - 6;11 Jahre), Altersgruppe 2 (7;0 - 10;11 Jahre) und Altersgruppe 3 (11;0 - 16;11 Jahre). Einzeltest.

Das Verfahren

Das Erlangen bestimmter motorischer Kompetenzen ist eine wichtige Voraussetzung für die Integration der Kinder in das soziale Umfeld sowie deren schulischen Erfolg.Deshalb ist es wichtig, Defizite im Bereich der motorischen Entwicklung schon frühzeitig aufzudecken, um eine gezielte Förderung einleiten zu können. Es werden drei wichtige Komponenten motorischer Funktionen mit insgesamt acht Aufgaben untersucht: Handgeschicklichkeit, Ballfertigkeit, statische und dynamische Balance. Für alle drei Komponenten sowie den gesamten Testwert werden dem Alter angepasste Standardwerte und Prozentränge angegeben. So ist die Erstellung eines differenzierten Leistungsprofils möglich.

Nach dem Erfassen seiner Körperfunktionen und Körperstrukturen lassen sich Ziele benennen bezüglich seiner Aktivitäten und seiner Partizipation unter Berücksichtigung seiner Umweltfaktoren und seines Kontextes (Begrifflichkeiten der International Classification of Functioning ICF).

Im COPM a-kids werden die Betätigungsbedürfnisse evaluiert.

Mit dem PEAP werden alterstypische Befähigungen erfasst.

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Elterninformation

Zu Beginn der Therapie geben wir eine Anmeldung, eine Schweigepflichtsentbindung und zwei Fragebögen mit. Die Fragebögen bitte in Ruhe zu Hause ausfüllen.

Was ihr Kind braucht, wenn es zur Ergo kommt!

Um eine klare Situation zu schaffen, verabschieden wir uns von ihrem Kind in den Therapieräumen. Im Flur und im Umkleideraum sind sie als Eltern wieder gefragt. 

(coronabedingt bitte nur eine Begleitperson; Die älteren selbständigen Kinder ziehen sich alleine um und dürfen nach Absprache die Praxis verlassen. Die Eltern warten dann vor der Praxis.)

Ihr Praxisteam

So sollte das Rezept von Ihrem Arzt aussehen.

  1. Das Rezept muss von Arzt unterschrieben sein!
  2. Der entsprechende ICD-10-Code muss auf dem Rezept vermerkt sein.

Seit dem 01.07.2014 ist auf allen Ergotherapierezepten auch der ICD-10-Code (International Classification of Diseases) vermerkt. Dieser stellt eine internationale Klassifikation dar, die eine wichtige Arbeitsgrundlage für die Zusammenarbeit von Arzt und Therapeut darstellt.

Das Rezept muss vom Arzt unterschrieben sein!

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Der entsprechende ICD-10-Code muss auf dem Rezept vermerkt sein.

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